Strukturierte Daten

Ralf führt seit einem Jahr einen kleinen Online-Shop. Das Geschäft läuft gut und mittlerweile kommt er mit der Arbeit kaum noch nach. Er benötigt dringend Unterstützung und verfasst eine Stellenausschreibung, die er auf einer Unterseite seines Shops veröffentlicht. Schon bald darauf wird seine Anzeige bei Google im Suchergebnis aufgeführt. Ralf ist zufrieden. Doch leider lassen die Bewerbungen auf sich warten. Trotz großzügigem Gehalt, Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten bewirbt sich niemand. Er recherchiert, wie er mehr Aufmerksamkeit für seine Stellenanzeige generieren kann und stößt auf das Thema strukturierte Daten...

Was sind strukturierte Daten?

Strukturierte Daten sind Inhalte, die durch ihren Aufbau und ihre Formatierung genaue Hinweise über den Inhalt geben. Sie machen Inhalte (such-)maschinenlesbar.

Um welches Thema es auf einer Website geht, ist für einen (menschlichen) Besucher schnell erkennbar. Suchmaschinen benötigen jedoch weitere Informationen, um zum Beispiel zwischen einem Ort, einer Person oder einem Film unterscheiden zu können.

Warum strukturierte Daten nutzen?

Für Google ist es einfacher, diese Informationen zu erfassen und den Inhalt der Webseite einzuordnen.

Webseiten mit strukturierten Daten werden auf der Suchergebnis-Seite als erweitertes Suchergebnis (engl. Rich Result) dargestellt. Sie enthalten zusätzliche Informationen wie z.B. Preise, Bilder, Bewertungen oder Telefonnummern.

Je nachdem, welche strukturierten Daten zur Verfügung stehen, kann das Suchergebnis auch mit zusätzlichen Rich-Funktionen versehen werden. Eine Liste mit beispielhaften Darstellungen findet man in der Google Search Central.

Beispiel: Jemand sucht nach einem Rezept für Pfannkuchen mit wenigen Kalorien. Im Suchergebnis werden verschiedene Rezepte mit der jeweiligen Kalorienanzahl aufgelistet. Das funktioniert aber nur, wenn die Kalorien als strukturierte Daten ausgezeichnet sind.

Mehr und relevantere Besuche sowie ein besseres Ranking

Als Rich Result sticht das Suchergebnis hervor. Suchende erhalten zusätzliche Informationen und Funktionen und klicken häufiger auf das Ergebnis.

Google kann den Inhalt der Seite besser einordnen. Strukturierte Daten (und damit optimierte Suchergebnisse) führen in der Regel zu mehr Besuchen und daher zu einer besseren Platzierung. Sie sind aber keine Garantie dafür!

Es gibt allerdings keine Garantie dafür, dass strukturierte Daten zu einem besseren SEO-Ranking führen!

Ralf ist angetan: Warum nicht gleich die bekannteste Suchmaschine der Welt als Jobportal nutzen und endlich eine Aushilfe finden? Er recherchiert weiter, wie er die Informationen in seiner Stellenanzeige für Google aufbereiten kann.

Wie funktionieren strukturierte Daten?

Strukturierte Daten werden mit In-Page-Markup codiert, das bedeutet die eigentlichen Daten werden mit zusätzlichen Informationen versehen. Wie das funktioniert wird von schema.org vorgegeben. Dort sind eine Vielzahl an Typen definiert, mit denen sich Inhalte auszeichnen lassen.

Damit ein Suchergebnis als Rich Result erscheint, müssen alle dafür erforderlichen Daten angegeben werden. Außerdem gelten technische und qualitätsbezogene Richtlinien. So dürfen z.B. nur strukturierte Daten angegeben werden, die sich auch inhaltlich auf der Website wiederfinden.

Auf https://schema.org/ findet Ralf den Typ Jobposting, der genau für seine Stellenanzeige geeignet ist. Er macht sich sofort ans Werk und beginnt, den Inhalt seiner Stellenanzeige händisch zu strukturieren. Bald stellt er jedoch fest, dass das eine Menge Arbeit und zudem noch sehr fehleranfällig ist. Da muss es doch eine elegantere Lösung geben!

Das Format der strukturierten Daten

Google unterstützt strukturierte Daten in den Formaten Microdata, JSON-LD und RDFa.

Microdata

Die entsprechenden HTML-Elemente werden durch zusätzliche Tag-Attribute ausgezeichnet. Jedes Element erhält einen Typ und eine Beschreibung. (Wikipedia)

JSON-LD (JavaScript Object Notation for Linked Data)

Dabei handelt sich um JavaScript, welches im Head einer Website eingebunden wird. Völlig automatisch lässt sich dies mit dem Google Tag Manager erledigen.

RDFa (Resource Description Framework in Attributes)

RDFa ist eine Erweiterung für HTML, die weitere Attribute hinzufügt und ähnlich wie Mikrodaten funktioniert.

Den Google Tag Manager benutzt Ralf bereits, um die Besucher seines Online-Shops zu tracken. “Das ist ja klasse!” denkt er sich: “Dann erledige ich das ganz einfach darüber”. Um zu testen, ob seine Eingaben korrekt sind, nutzt er den Validator von schema.org. Auch Google bietet ein Tool zum Testen an, bei dem er sogar eine Vorschau sehen kann. Schon kurz darauf wird seine Stellenanzeige bei Google als erweitertes Suchergebnis aufgeführt. Suchende, die z.B. nach einer Teilzeitstelle im Homeoffice suchen, bekommen seine Stellenanzeige zu sehen - und das mit nur geringem Mehraufwand und ohne finanzielle Mittel. Ralf ist glücklich und lädt bereits am nächsten Tag den ersten Bewerber zum Vorstellungsgespräch ein.

WDD unterstützt Sie beim Strukturieren

Wir helfen Ihnen gerne, die Daten auf Ihrer Webseite zu strukturieren. Egal ob Sie einen Online-Shop, ein Jobportal oder eine Rezeptsammlung betreiben: Strukturierte Daten sind überall anwendbar. Schaffen Sie mehr Aufmerksamkeit für Ihre Internetpräsenz und erhalten sie mehr und relevantere Besuche.

Haben Sie ein Projekt, Interesse oder Fragen zu diesem Thema? Lassen Sie sich von uns beraten. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Martina Mönig

Head of Performance & Communication

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